Homberg, den 04.09. 2026
Liebe Leserin, lieber Leser,
„Was bedeutet Heimat für Sie?“ Diese Frage passt gut zum Heimatfest unserer Stadt, das von Freitag bis Sonntag auf vielfältige Weise gefeiert werden wird. Die Innenstadt ist dazu weiträumig abgesperrt, auch zur Kirche kann man nicht fahren.
Am Sonntag feiern wir um 10 Uhr einen Gottesdienst auf dem Marktplatz, der von den Konfis und dem Posaunenchor mitgestaltet wird. In diesem Gottesdienst werden wir eine Kollekte für die Menschen in Nepal sammeln, die durch den Gletscherabbruch ihre Heimat und viele geliebte Menschen verloren haben.
Was bedeutet Heimat für Sie?
Für mich ist Heimat als Ort das Marburger Land. Da bin ich aufgewachsen, da bin ich gerne, da kann ich meinen Dialekt sprechen. Heimat ist für mich mit Menschen verbunden, die mich schätzen und lieben, die mir vertraut sind. Heimat ist ein Ort, Heimat sind Menschen und ich würde auch sagen, dass ich durch meinen Glauben eine Heimat bei Gott habe. Vielleicht treffen wir uns beim Heimatfest und können uns darüber austauschen. Ich bin gespannt.
Vom Heimatfest nicht betroffen ist der Gottesdienst am Samstagabend auf der anderen Seite der Stadt um 18 Uhr in der Tannenwegkirche. Wir feiern und wir beten.
Das Gebet um den Frieden bei uns und in aller Welt steht im Zentrum des ökumenischen Friedensgebetes. Dazu laden wir herzlich am kommenden Mittwoch um 19 Uhr in die katholische Kirche Christus-Epheta ein.
In der Stadtkirche ist zur Zeit eine interessante Ausstellung zum Jubiläum der Homberger Synode zu sehen. Schüler und Schülerinnen der THS haben die Kirche mit Wappen und Mobiles aus Kirchenfenstern geschmückt. Sie haben überlegt, was ihnen heilig ist. In der Posaunenchorecke sind tolle Bilder zu sehen. Mit wem würde der Landgraf heute tagen und sich beraten? Sie werden staunen ebenso wie über die unterschiedlichen Maltechniken der Jugendlichen.
Der Künstler Herr Bauer hat mit Hilfe der KI großflächige Bilder erstellt, wie es vielleicht 1526 bei der Synode in der Stadtkirche aussah. Herzliche Einladung zum Besuch der Ausstellung während des Heimatfestes oder danach. Bis zum 14. September werden die Kunstwerke zu sehen sein. Danke an alle, die mitgemacht haben.
Heimat drückt sich auch durch Musik aus. Besondere Orgelmusik wird am Sonntag, dem 13. September als Doppelkonzert in Berge um 17 Uhr und in Homberg um 18 Uhr erklingen. Herzliche Einladung dazu.
Und ein Bibelwort fällt mir noch zu Heimat ein. Es steht im Epheserbrief. Da heißt es: „So seid ihr nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger und Mitbürgerinnen der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“ Bei Gott zu Hause sein, Heimat haben bei Gott in Zeit und Ewigkeit. Das klingt für mich nach großer Geborgenheit und die tut mir in unruhigen Zeiten besonders gut.
So grüße ich Sie ganz herzlich auch im Namen des Kirchenvorstandsteams und meines Kollegen Pfarrer Friedrich Heidelbach.
Gott befohlen!
Pfarrerin Anke Zimmermann
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