Homberg, den 6. März 2026
Liebe Leserin, lieber Leser,
vor einigen Tagen fuhr ich die Wallstraße entlang. Auf dem Bürgersteig sah ich eine ältere Frau, die nur langsam gehen konnte. Ein junger Mann ging neben ihr. Er hätte sicher um einiges schneller gehen können, aber er begleitete die ältere Frau in ihrem langsamen Gehen. Das hat mich angerührt. Die eigene Geschwindigkeit der Geschwindigkeit des anderen anpassen, einen langsameren Gang einlegen, sehen, was die andere braucht. So konnten die beiden miteinander sprechen und gut zusammen unterwegs sein. Das hat mir sehr gut gefallen.
In diesen so aufgeregten, angespannten Zeiten finde ich es wichtig, zusammen unterwegs zu sein und miteinander im Gespräch zu sein. Auch, um den Wahnsinn der Nachrichten gemeinsam auszuhalten. Gefühlt jagt eine Katastrophe die nächste, an manchen Tagen kann ich das nur schwer ertragen. Dann bin ich frustriert, ärgerlich und traurig über so viele schlechte Entwicklungen, so viel Krieg, so viel Unvernunft, so viel Machtmissbrauch.
Es ist gut, zusammen unterwegs zu sein, um Ängste und Frust zu teilen und um Anteil zu nehmen am Leben des anderen. Das ist ganz im Sinne Jesu, denke ich mir. Er war viel mit Menschen unterwegs, zu Fuß, in ihrem Tempo und er hat gut zugehört und nachgefragt. Und dann hat er von Gott und Gottes Reich erzählt und somit den Blick verändert und Hoffnung ausgeteilt. In seiner Nachfolge sind wir unterwegs.
Heute Abend in einer weltweiten ökumenischen Gemeinschaft. Um 19 Uhr feiern wir den Gottesdienst zum Weltgebetstag in der Petruskirche der SELK in der Bergstraße (s.u.). Frauen aus Nigeria haben den Gottesdienst vorbereitet und das Motto könnte kaum passender sein: „Kommt! Bringt eure Last.“ Nach dem Gottesdienst gibt es Tee und landestypische Kleinigkeiten zu essen. Die Konfis verkaufen Produkte aus dem EineWelt-Laden. Der Blick wird weit. Herzliche Einladung dazu.
Auch zum Gottesdienst am Samstag um 18.00 Uhr in der Tannenwegkirche. Am Sonntag gestalten meine Konfirmandinnen und Konfirmanden um 10 Uhr den Gottesdienst in der Stadtkirche. Sie erzählen von ihrer Konferfreizeit, Martin Luther wird befragt werden und der Gospelchor wird singen.
Am Montag ist um 19 Uhr das nächste ökumenische Friedensgebet in der katholischen Kirche. Wir beten, schweigen und zünden Kerzen für den Frieden an. Und wir werden singen:
„Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen,
sondern überall uns zur dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen,
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.
Keiner kann allein Segen sich bewahren.
Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen.
Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen,
schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.“
(Evangelisches Gesangbuch 170.1+2)
Mit diesem Lied grüße ich Sie herzlich auch im Namen des Kirchenvorstandes und meines Kollegen Pfarrer Friedrich Heidelbach.
Gott befohlen!
Pfarrerin Anke Zimmermann
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