Homberg, den 12. April 2026
Liebe Leserin, lieber Leser,
ob man Ihnen einen Bären aufbinden kann? Wahrscheinlich nicht.
Ob Sie den biblischen Geschichten von Ostern Glauben schenken? Das hoffe ich schon, aber leicht ist das nicht. Ein Konfirmand hat mal zu dir gesagt:
„Frau Zimmermann, an Ostern braucht man ganz viel Glauben.“
Ja, so ist das. Ostern erklärt sich nicht von selbst. Dass das Grab leer ist, das ist nicht leicht zu glauben, auch für die Frauen und für die Jünger nicht, die es mit eigenen Augen sehen. Dass der tote Jesus der lebendige Christus ist, dass ist nicht leicht zu glauben. Und es hat Zeit gebraucht, bis sich das als Bekenntnis herumgesprochen hat und aufgeschrieben wurde.
Doch der zweite Blick lohnt auf die biblischen Ostergeschichten, auf die Lieder und Texte. Menschen erleben damals und heute, dass die Liebe stärker ist als der Tod, dass Hoffnung wächst in schwierigen Zeiten und dass Gott neue Kraft schenkt. Jesus ist auferstanden. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Das feiern wir an Ostern mit vielen verschiedenen Gottesdiensten, mit alten und neuen Liedern, mit Erfahrungen aus dem Leben. Der zweite Blick lohnt.
Das habe ich in den letzten Tagen richtig neugierig getan. Ich war zu Klostertage in der Abtei Frauenwörth im Chiemsee, ein kleines Inselchen mit einer großen Klosteranlage, mit Wasser und schneebedeckten Bergen. Die aber waren aufgrund des Wetters nicht immer zu sehen. Das ist schon verblüffend.
Natürlich sind die Berge immer da, aber zu manchen Zeiten sieht man nur das Wasser und eine dunkle Baumreihe.
Der Berge sind komplett hinter den Wolken verschwunden. Aber sie sind da.
Der zweite Blick lohnt und dann kann man staunen und sich freuen.
Der zweite Blick lohnt auf den Gründonnerstag.
Der zwiete Blick lohnt auf den Kafreitag.
Der zweite Blick lohnt auf Ostern.
Heute ist Gottesdienst um 10 Uhr in der Stadtkirche.
So wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein wohltuenden Sonntag. 
„Dieses Kreuz will uns beleben, deutet in die Ewigkeit,
und im Glauben spürn wir eben einen Hauch Unendlichkeit.
Nicht der Tod ist mehr das Ende, es geht weiter, ganz gewiss,
und dass Kreuz steht für die Wende, dass die Liebe stärker ist.“
EGplus 116, Vers 3
Herzliche Grüße vom Kirchenvorstandsteam und Pfarrer Friedrich Heidelbach.
Gott befohlen!
Pfarrerin Anke Zimmermann
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